Szenario 3 – Bewusste Abkopplung

Deutschland koppelt sich von der hyper-dynamischen Weltwirtschaft bewusst ab
Zur Abkehr vom Primat er Ökonomie und zum Abbau von Ungleichheit haben Politik und Zivilgesellschaft einen Transformationsprozess durchgesetzt, in dessen Folge bewusst der Abschied vom exportorientierten Wirtschaftsmodell eingeleitet wurde. Die neuen Leitbilder lauten „Binnenwirtschaft“ und „fairer Welthandel“. Selbst bei der Digitalisierung geht Deutschland eigene Wege und tritt nur noch dort global auf, wo nachhaltige Leitbilder gefragt sind („Slow Digitalization“). Arbeit wurde vom Einkommen entkoppelt und neu gedacht, so dass sich Einkommen und Vermögen wieder stärker angleichen.

Abkehr vom Wachstumsparadigma prägt die struktur-konservative Gesellschaft
Die Gesellschaft ist von einem Rückgang des Individualismus und einer neuen „Wir-Orientierung“ mit Rückgriff auf Traditionen geprägt. Umweltinteressen bekommen Vorrang vor wirtschaftlichen Überlegungen. „Nutzen statt Besitzen“ ist ein neues Leitmotiv der auf Suffizienz ausgerichteten Gesellschaft. Risikobereitschaft und Freiheitsdrang sind deutlich zurückgegangen, Deutschland konzentriert sich eher auf soziale Innovationen. Dabei entstehen vielfältige regionale Wirtschaftskreisläufe – aber auch Strukturen, in denen es kaum noch Raum für Zuwanderung gibt.

Starke Bürgerbeteiligung in regionalisierter Demokratie und neuem Sicherheitssystem
Vielfältige direkte Bürgerbeteiligung hat zur Entstehung eines innovativen Demokratiesystems mit starken regionalen bzw. föderalen Elementen geführt. Gleichzeitig hat sich Deutschland aktiv von der Idee einer europäischen politischen Union verabschiedet und den Einfluss transnationaler Organisationen massiv begrenzt. Sicherheit erweist sich als überschätztes Thema.

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