Szenario 1B - Spurtreue Beschleunigung: Spaltung trotz wirtschaftlichem Erfolg

Macht globaler Unternehmen schränkt politische Spielräume ein
Die Digitalisierung hat zur Ausbildung von Plattform-Monopolen geführt, die die Spielräume der Politik immer weiter einschränken. Gesellschaftlich relevante Entscheidungen werden zunehmend in den Chefetagen transnationaler Konzerne getroffen. Damit einher gehen ein geringes bürgerschaftliches Engagement und ein Verzicht auf neue Formen direkterer Demokratie.

Deutschland als erfolgreicher Akteur im globalen Standortwettbewerb
In diesem Umfeld setzt Deutschland konsequent auf ökonomische Dynamik. De-Regulierung und Privatisierung prägen seine Wirtschafts- und Wissenschaftspolitik – Innovationen sollen möglichst ohne direkten staatlichen Einfluss entstehen. So kann es im globalen Standortwettbewerb mithalten und seine Position als Exportmacht absichern. Dabei genießen Wirtschaftsinteressen Vorrang vor Umwelt-, Natur- und Klimaschutz.

Gesellschaftliche Spaltung als Folge der kurzfristigen Erfolgsorientierung
Gleichzeitig verschärft die Digitalisierung die Spaltung auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft: Immer mehr traditionelle Arbeitsplätze gehen verloren, und die Schere zwischen „Arm“ und „Reich“ klafft weiter auseinander. Die Gefahr sozialer Konflikte erhöht sich dadurch deutlich. Zementiert werden die Ungleichheiten durch ein an kurzfristigen Unternehmensanforderungen ausgerichtetes Bildungssystem. Hinzu kommt, dass der schlanke Staat mit der Integration der von den Unternehmen proaktiv umworbenen Zuwanderer überfordert ist.

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